Donnerstag, 5. Mai 2016

Vegan - Warum eigentlich?

Ich war schon oft in Phasen vegetarisch. Motivation war immer das Leid der Tiere, also ethische Aspekte. Dabei waren meine Argumente immer, dass ich die Massentierhaltung (oh sorry, Intensivtierhaltung natürlich, denn Massentierhaltung gibt es in unserem Land ja gar nicht) nicht unterstützen wollte. Dabei hatte ich die Produktion von Milch oder Eiern weniger im Blick. Auch dort gibt es diesselben Kritikpunkte, wie in der Fleischproduktion.
Vegan ist dabei keine einzelne Ernährungsform. Man kann sich gar nicht ausschließlich vegan ernähren. Es ist vielmehr eine Lebenseinstellung, die sämtliche Bereiche betrifft.


“… soweit wie möglich und praktisch durchführbar, alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an Tieren für Essen, Kleidung oder andere Zwecke zu vermeiden und darüber hinaus die Entwicklung tierfreier Alternativen zu fördern, was dem Nutzen der Tiere, Menschen und der Umwelt dienen soll.” 
(Vegan Society)

Dabei halte ich es für sehr wichtig anzuerkennen, dass das vegane Leben praktikabel bleiben muss. Es gibt keine Vegan-Polizei, die einen aus Veganien verweist, wenn man doch mal ein durch eine Fischblase geklärten Wein trinkt, oder eine Asphaltstraße nutzt. Komplett ohne tierische Produkte können wir noch nicht leben. Sei es nun das Medikament in dem Laktose steckt, der Kleber unter dem Etikett der Lebensmittelverpackung oder die Firma, die Pflanzenmilchprodukte und Kuhmilch verarbeiten soll... Irgendwann wird sich dieses Problem von allein lösen, wenn nicht mehr so viele Tiere verarbeitet werden, werden auch so manche Produkte die "Abfall aus der Tierverarbeitug" beinhalten, nicht mehr unbedingt existieren.

Schwierig ist es eigentlich kaum. Lasse alles vom Tier weg, eine andere Regel gibt es nicht. 
Oh, aber das ist dann ja eine Mangelernährung... höre ich nun einige raunen. Nun ja, es mangelt mir vielleicht an tierischen Produkten (und genau das will ich ja auch so), aber nicht an Nährstoffen. Ja, B12 nehme ich als Pillchen ein, aber das ist kein Problem. Ansonsten achte ich sehr gut darauf, was ich esse, wie ich meinen Speiseplan zusammen stelle.
Man wird ja immer gern beäugt und kritisch hinterfragt, wenn man vegan lebt. Für die meisten ist man gleich ein total militanter Veganer, der allen immer das Fleischessen madig machen will. Hey, ich habe mich entschieden vegan zu leben, ich entscheide nicht, wer ansonsten vegan leben soll. Aber wenn man mich nach meinen Beweggründen fragt, dann antworte ich.

1 Kommentar:

  1. "Verzicht ohne Entbehrung" ging mir neulich mal zum veganen Leben durch den Kopf. Klingt leider nciht hip, sonst hätt' ich es mir auf eine Tasse drucken lassen :o)

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