Dienstag, 24. Mai 2016

Vegan is aber auch schwierig...

-Teil 2-

Die Hauptmahlzeit

Entweder gibt es die bei mir mittags oder abends, je nachdem, wie mein Tag ausschaut.
Wenn man nun vegan kocht, dann ist es schon so, dass man sich, um sich gesund zu ernähren, etwas umstellen muss. Einfach das Schnitzel durch ein veganes zu ersetzten, ist in meinen Augen nicht der Sinn der Sache.



Gemüse, Gemüse und Gemüse... Ja, das ist vermutlich das, was Veganer hauptsächlich zu sich nehmen. Kombiniert mit Getreide, Nudeln und Hülsenfrüchten. Das mag auf den ersten Blich recht öde klingen, aber das ist es ganz und gar nicht.
Es kommt einfach darauf an, die Dinge gut zuzubereiten. Dabei spielen Gewürze eine große Rolle. Mit Gewürzen kann man den Geschmack in jede Richtung lenken.
Unverzichtbar in meinem Gewürzregal:

  • Rauchsalz
  • geräuchertes Paprikapulver
  • Kala Namak (Schwefelsalz)
  • guter Balsamico
  • Zitrone oder Limette
  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Ingwer
  • ...
Außerdem natürlich Zucker (auch Ahornsirup, Agavendicksaft, Rohrohrzucker,,,), Zitronensaft (am besten frisch gepresst).
Dann ist sehr hilfreich, wenn man noch Hefeflocken (bringen einen Käsegeschmack an die Gerichte), Sojasauce, Gemüsebrühe besitzt,
Sesammus (Tahin) eignet sich prima um Gerichte "schlotzig" zu machen (so was man normalerweise mit Käse erreicht.
Auch Erdnussmus habe ich immer im Haus.

Nun klingt das zunächst einmal alles sehr viel, aber das Gros der Sachen hat vermutlich jeder eh schon im Regal stehen. 
In Rezepten liest man immer wieder, dass Mandelmus gebraucht wird, das habe ich noch nie gekauft, mir reichen Tahin und Erdnussmus völlig aus.

Mit gehackten Nüssen bekommt man gute Fette, einen Crunch und Protein.







Nun geht es los mit dem Kochen. Gemüse nutze ich gern saisonal. Also im Frühjahr esse ich sehr gern Spargel, im Sommer gibt es so eine Fülle an Gemüse, dass es nie langweilig wird udn im Herbst liebe ich Kürbis. Der Winter ist Kohlzeit, aber natürlich gibt es immer noch ganz viel Gemüse in der TK Variante.


Auch wenn der Gewürzschrank voll ist, gebt euren Gerichten eine klare Richtung. Also nicht wild alles durcheinander werfen. 
Mich überzeugten gerade am Anfang die Rauchgewürze (Rauchsalz und Rauchpaprika). Also einfach Bratkartoffeln mit Rauchsalz und Pfeffer ist superlecker, dazu passt ein Salat.
Was auch immer geht sind Nudelsaucen. Anstatt Bolognese zu kochen, ersetzt das Hack durch gehackte Champignons. Einen tollen Wumms bringen auch Kapern an Tomatensauce (so man diese denn mag, ich liebe die). Angebratene Zwiebeln machen sich auch immer prima. Wenn ihr Zwiebeln anbratet und die goldgelben Zwiebeln dann mit Balsamico ablöscht, etwas Zucker dazu gebt und das alles einreduzieren lasst, habt ihr sehr schmackhafte Balsamicozwiebeln. Die lassen auch gut im Kühlschrank einige Tage aufbewahren. 
Möhren korrespondieren wunderbar mit Ingwer und Ahornsirup, 


Auch Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Bohnen, Erbsen und Linsen lassen sich prima mit den unterschiedlichsten Gemüsen kombinieren. Dazu Reis oder auch ein Fladenbrot ist köstlich. Probiert mal Kichererbsen mit Spinat. 
Natürlich lässt sich Gemüse auch in Wraps rollen, drüber eine Marinade aus Hummus mit Sojajoghurt, Limettensaft und etwas Knoblauch. Das geht schnell und ist lecker.

Gerade am Anfang ist es vielleicht hilfreich Rezepte zu finden, die man nachkochen kann. Das Netz bietet hier eine Fülle an tollen Rezepten. Wer schon versierter beim Kochen ist, kann diese dann auch abwandeln. Auch hier findet ihr regelmäßig neue Rezepte. Ich achte darauf, dass diese aus Zutaten sind, die man zum einen (so gut wie) überall bekommt, die nicht zu teuer sind und schnell zuzubereiten sind.

Seid mutig und kreativ, probiert gewagte Kombinationen, mehr als schief gehen kann es nicht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen